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Widerspruch gegen die Ablehnung der Erwerbsminderungs­rente

Die Rentenversicherung lehnt ab, sobald aus ihrer Sicht eine der drei Voraussetzungen des § 43 SGB VI fehlt. Im Bescheid steht, an welcher – und genau dort setzt der Widerspruch an. Die Frist beträgt einen Monat ab Bekanntgabe (§ 84 Abs. 1 SGG).

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So geht es

  1. Bescheid hochladenDie App rechnet die Frist aus der Bekanntgabe – bei Postzustellung im Inland gilt der vierte Tag nach Aufgabe zur Post (§ 37 Abs. 2 SGB X), nicht das Datum auf dem Bescheid.
  2. Ablehnungsgrund prüfenLesen Sie, welche Voraussetzung laut Bescheid fehlt. Gleichen Sie die tragenden Gründe mit den erforderlichen Aktenbestandteilen und Ihren Belegen ab.
  3. Entwurf erhaltenSie erhalten den Widerspruchs-Entwurf mit Begründung.
  4. Reha-Verweis prüfenEin Teilhabeantrag kann unter den Voraussetzungen des § 116 Abs. 2 SGB VI als Rentenantrag gelten. Eine erfolglose Reha allein begründet keinen Rentenanspruch.

Die drei Voraussetzungen des § 43 SGB VI

§ 43 SGB VI unterscheidet die medizinische Erwerbsminderung und versicherungsrechtliche Voraussetzungen. Grundsätzlich kommen drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren vor Eintritt sowie die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren hinzu. Das Gesetz enthält Ausnahmen und Verlängerungstatbestände; die Kurzfassung ersetzt keine Prüfung Ihres Versicherungsverlaufs.

Unterlagen gezielt vergleichen

Prüfen Sie zuerst Frist und Form des Widerspruchs anhand der Rechtsbehelfsbelehrung und § 84 SGG. Akteneinsicht wahrt oder verlängert diese Frist nicht. Eine ausführliche Begründung kann später folgen; behördliche Aufforderungen und Fristen bleiben zu beachten.

Trennen Sie den Ablehnungsgrund: Geht es um die medizinische Leistungsbeurteilung, vergleichen Sie die dafür verwendeten Gutachten und Befundberichte. Geht es um Beitrags- oder Wartezeiten, gleichen Sie den Versicherungsverlauf mit Ihren Nachweisen ab. Fordern Sie die für die Prüfung erforderlichen Aktenbestandteile an.

Notieren Sie zu jedem offenen Punkt Dokumenttitel, Datum und Seite sowie die konkrete Frage. Eine fehlende Unterlage oder abweichende Darstellung beweist für sich noch keinen Rentenanspruch. Bei medizinischen oder rechtlichen Fragen ziehen Sie geeignete Beratung hinzu.

Die folgende Anleitung zur Akteneinsicht mit persönlicher Arbeitsliste hilft beim Ordnen der nächsten Schritte. Gesundheitsdaten und Aktenzeichen gehören nicht in diese Liste. Sie wird nicht automatisch in den Widerspruchs-Entwurf übernommen.

Akteneinsicht mit persönlicher Arbeitsliste vorbereiten

Wenn statt der Rente eine Reha bewilligt wird

§ 116 Abs. 2 SGB VI knüpft die Behandlung eines Teilhabeantrags als Rentenantrag an konkrete Voraussetzungen: Versicherte müssen vermindert erwerbsfähig sein; außerdem ist ein Erfolg der Teilhabeleistung nicht zu erwarten oder eine durchgeführte Leistung hat die Erwerbsminderung nicht verhindert. Die bloße Unzufriedenheit mit dem Reha-Ergebnis reicht dafür nicht. Prüfen Sie den Bescheid und die zugrunde liegenden Unterlagen.

Quellen und amtliche Anlaufstellen

Häufige Fragen

Wie lange habe ich Zeit für den Widerspruch?

Grundsätzlich einen Monat ab Bekanntgabe, bei Bekanntgabe im Ausland drei Monate (§ 84 Abs. 1 SGG). Prüfen Sie die Rechtsbehelfsbelehrung und den Bekanntgabeverlauf; das Bescheiddatum allein bestimmt die Frist nicht.

Ist der Widerspruch ohne Begründung wirksam?

Eine ausführliche Begründung kann nachgereicht werden. Der Widerspruch muss den betroffenen Bescheid erkennen lassen und fristgerecht über einen nach § 84 SGG zulässigen Weg eingehen. Eine gewöhnliche E-Mail reicht nicht automatisch aus.

Ersetzt der Entwurf eine Rechtsberatung?

Nein. Die Entwürfe sind Vorschläge der Software; sie sind keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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WiderspruchWerk dokumentiert Fristen und erstellt Entwürfe. Das ist keine Rechtsberatung im Einzelfall.